Interview – Alpinfux https://www.alpinfux.de Fri, 29 Oct 2021 17:47:34 +0000 de hourly 1 https://wordpress.org/?v=4.9.26 Die Bergführer vom Stubai-Alpin Bergführerbüro https://www.alpinfux.de/szene/bergfuehrer-stubai-alpin-bergfuehrerbuero/ https://www.alpinfux.de/szene/bergfuehrer-stubai-alpin-bergfuehrerbuero/#respond Mon, 11 Dec 2017 14:47:35 +0000 https://www.alpinfux.de/?p=1604 Stubaital, Seven Summits, superschöne Schutzgebiete und noch vieles mehr: wir haben uns auf der letzten Alpinmesse mit Freude den Stand vom Stubaital angeschaut und mit noch größerer Freude war es möglich, den Bergführern vom Stubai-Alpin Bergführerbüro die eine oder andere Frage zu stellen...

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Die Bergführer vom Stubai-Alpin Bergführerbüro

Stubaital, Seven Summits, superschöne Schutzgebiete und noch vieles mehr: wir haben uns auf der letzten Alpinmesse mit Freude den Stand vom Stubaital angeschaut und mit noch größerer Freude war es möglich, den Bergführern vom Stubai-Alpin Bergführerbüro die eine oder andere Frage zu stellen…

Was genau ist das Alpinzentrum und wie könnt ihr die Besucher der Region unterstützen?

Das Bergführerbüro Stubai Alpin ist ein Zusammenschluss von Stubaier Bergführern. Alle Personen in unserem Team sind staatlich geprüfte Berg- und Skiführer und haben somit die höchste alpine Ausbildung abgeschlossen. Ob Skitouren, Freeriden, Eisklettern, Hochtouren, Klettersteige oder alpine Klettertouren – das Stubaital ist ein Dorado für Bergsportbegeisterte. Als Einheimische, die das ganze Jahr über in den Stubaier Bergen unterwegs sind, kennen wir die besonderen Plätze und wissen über die vorherrschenden Verhältnisse Bescheid. Die Gäste des Stubaitals erhalten bei uns vertrauenswürdige Informationen und professionelle Führungen.

Stellt doch mal kurz Euer Team vor…

Unser Kernteam besteht aus 9 Neustifter Bergführern. Wir kooperieren auch mit anderen Alpinschulen und Bergführern. Neben unserer klassischen Führungsarbeit bieten wir verschiedene Kurse an wie z.B. Lawinenkurse, Kletterkurse oder Gletscherkurse. Zudem betreuen wir die Familienwochen auf der Amberger Hütte und am Solsteinhaus und einige unserer Bergführer sind in verschiedenen Gremien vertreten (Lawinenkommission, Tourismus-Ausschuss, Bergrettung,…).

Sind bei Euch alle Bergführer hauptberuflich tätig?

Unsere älteren Bergführer sind alle hauptberuflich tätig, unsere Jungen haben noch Zweitjobs, was ihre Begeisterung für den Bergführerberuf aber nicht schmälert.

Welches Gebiet betreuen die Bergführer des Alpinzentrums?

Vorwiegend das Gebiet der Stubaier Alpen. Unsere Bergführer können aber auch für Touren außerhalb des Stubaitals gebucht werden.
 


 

Welche Grundvoraussetzungen wie Kondition, Technik etc. sollten Besucher für die großen Berge Eurer Region mitbringen?

Die großen Berge im Stubaital sind deutlich über 3.000 m hoch. Der Aufstieg zu einigen bekannten Bergen, wie zum Beispiel dem Zuckerhütl, kann durch die Benützung einer Seilbahn verkürzt werden. Dennoch ist eine Kondition für ca. 1000 hm im Aufstieg notwendig. Zu den Grundvoraussetzungen gehören auch Schwindelfreiheit und Trittsicherheit. Unsere Tourenauswahl wird an das Können der Gäste angepasst – auch für weniger gut Trainierte oder noch Fittere haben wir interessante Angebote.

Wir haben ja viele Leser mit Hund. Wie verlaufen Eure Touren mit Hund bzw. sind Hunde auf euren Touren überhaupt möglich?

Auf bestimmten Touren ist es kein Problem, einen Hund dabei zu haben, bei anderen schon, z.B. wenn Kletterpassagen zu meistern sind. Am besten man stimmt sein Vorhaben vorher mit uns ab. Wir stehen da gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Was war der höchste Gipfel einer eurer Bergführer?

Einige aus unserem Team waren schon auf 6.000ern. Die absolute Höhe eines Berges ist für uns aber nicht entscheidend. Es geht um das Erlebnis und das kann auf niedrigeren Gipfeln genauso schön sein.

Was war das witzigste Erlebnis euerer Bergführer Karriere?

Im Laufe einer Bergführer-Karriere erlebt man viel Lustiges. Werner, unser Ältester, hat viele Geschichten zu erzählen. Unter anderem diese:

„Auf dem Weg zum Zuckerhütl, am Anstieg zum Gipfel, habe ich eine Gruppe von 5 Personen dabei – darunter zwei Damen, eine davon ziemlich ängstlich. Ich sichere sie und rufe, dass sie keine Angst zu haben braucht, weil sie gut gesichert ist. Sie hat jedoch verstanden, ob sie gut versichert ist und ruft mir zu, dass sie zurzeit arbeitslos ist.“

Und welcher ist euer Lieblingsberg?

Jeder von uns hat womöglich seinen eigenen Lieblingsberg. Trotzdem kann gesagt werden, dass das Zuckerhütl – auch wenn wir schon sehr oft oben waren – für uns alle ein besonderer Berg ist. Dass dieser Berg, der mit 3507 m der höchste der Region ist, gleich bei der Einfahrt ins Stubaital sichtbar ist, ist schon etwas Besonderes. In Kombination mit dem Sulzenauferner und dem benachbarten Wilden Pfaff ergibt das ein Bild, das bei jeder Urlaubs-Rückkehr wieder Gänsehaut verursacht.

Was sollten Besucher Eurer Region unbedingt anschauen?

Das hängt von den persönlichen Präferenzen des Besuchers ab. Wie bereits erwähnt, hat das Stubai für jeden etwas zu bieten. Es besticht sozusagen durch seine Vielseitigkeit. Die Skihochtouren-Möglichkeiten, von der Franz-Senn-Hütte bis zur Nürnberger Hütte, zählen zu den besten Tirols, Klettersteig-Liebhaber finden landschaftlich wunderschöne Klettersteige in allen Schwierigkeitsgraden, am Elfer können sich Alpin- und Sportkletterbegeisterte ausleben, im Pinnistal wurde Eisklettergeschichte geschrieben und der Stubaier Gletscher – eines der schneesichersten Gebiete Österreichs – lässt die Herzen von Skifahrern und Freeridern höher schlagen.

Welche Schutzgebiete gehören zu eurem Umfeld und wieso sind diese schützenswert?

Im Stubaital gibt es drei Schutzgebiete: das Ruhegebiet Stubaier Alpen, das Ruhegebiet Kalkkögel und das Landschaftsschutzgebiet Serles-Habicht-Zuckerhütl. Diese Gebiete sind aufgrund ihrer Eigenheit und Schönheit sowie ihrer Bedeutung als Erholungsräume schützenswert. Als Bergführer ist es auch in unserem Interesse, die Einzigartigkeit der Stubaier Bergwelt zu bewahren. Diese Naturverbundenheit wollen wir auch unseren Gästen vermitteln.

Ist es eine Berufung oder doch noch ein Hobby?

Sowohl als auch. Die Bewegung in der frischen Luft, das Beobachten von Naturschauspielen und das Ermöglichen von unvergesslichen Erlebnissen machen die Bergführertätigkeit zu einem Traumberuf. Die Leidenschaft für den Berg kennt keine Arbeitszeiten. Deshalb sind wir natürlich auch privat gerne am Berg unterwegs und nutzen die Nebensaison für unsere persönlichen Bergziele.

Was ist für Euch das Wichtigste was jeder Bergsteiger beachten sollte?

Es gibt das bekannte Zitat von Jeff Lowe: „Der beste Bergsteiger ist derjenige, der am meisten Spaß hat“. Da ist was Wahres dran. Nicht der Leistungsgedanke sollte im Vordergrund stehen, sondern die Freude an der Bewegung in den Bergen. Dieser Spaß ist aber auch mit Verantwortung verbunden. Verantwortung gegenüber der Natur und unserem sozialen Umfeld.

Vielen Dank für für die Beantwortung aller unserer Fragen. Und wer mehr wissen möchte oder direkt in Kontakt treten möchte, der kann das hier über die Website der Stubai-Alpin Bergführer tun.

Copyright der Fotos liegt bei Stubai-Alpin.
 

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Habt Ihr noch mehr Fragen an die Bergführer? Oder wollt ihr uns mitteilen, wie Euer letzter Aufenthalt im Stubaital war? Gerne in den Kommentaren…

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Die Bergführer von Kals – Experten des Großglockners https://www.alpinfux.de/szene/bergfuehrer-kals/ Mon, 07 Mar 2016 15:37:23 +0000 https://www.alpinfux.de/?p=1096 Bereits 1869 wurden die Bergführer von Kals als Erste, der Ostalpen gegründet. Dies hing mit dem Bau der Stüdlhütte und der Begehung des Stüdlgrats zusammen. Seither gab es eine Vielzahl an bekannten Alpinisten, die in der Bergführerschaft Mitglied waren. Und wir haben die Gelegenheit genutzt, mit ein paar Fragen zu löchern...

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Die Bergführer von Kals haben eine traditionsreiche Vergangenheit.

Bereits 1869 wurden die Bergführer von Kals als Erste, der Ostalpen gegründet. Dies hing mit dem Bau der Stüdlhütte und der Begehung des Stüdlgrats zusammen. Seither gab es eine Vielzahl an bekannten Alpinisten, die in der Bergführerschaft Mitglied waren.

Die Bergführer beschäftigen sich vor allem mit Touren rund um die Glockner-, Schober-, und Granatspitzgruppe. Sie stehen Ihren Kunden dabei immer verantwortungsvoll an der Seite und geben alles, um glücklich bis auf die gewünschten Gipfelziele zu kommen.

Wir haben ein paar Fragen zusammen gestellt und haben die Freude, dass einer der Bergführer von Kals, Matthias Wurzer, uns diese kurz und schmerzlos beantwortet hat. Doch lest selbst …

Sind bei Euch alle Bergführer hauptberuflich tätig?

Unser Verein besteht nur aus 20 Mitgliedern, wobei 9 den Beruf des Bergführers hauptberuflich ausüben. Die weiteren 11 haben einen festen Job und sind nur in Bereitschaft abrufbar. Um ein paar Namen zu nennen: Toni Riepler, Michl Amraser, Vitto Messini, Christian Riepler, Peter Tembler, Peter Wurzer, Martin Warscher, Hans Rogl, Matthias Wurzel dürfen sich stolz „Bergführer“ nennen.

Was war der höchste Gipfel einer eurer Bergführer Kals?

Natürlich leben wir auch außerhalb unseres Berufs die Leidenschaft des Bergsports. Einer unserer Bergführer, Andreas Hanser, stand schon auf dem Ama Dablam auf 6.814 Höhenmetern und startete auch schon Versuche am Kangchendzönga und Nanga Parbat auf eine Höhe von über 8.000m.

Was war das witzigste Erlebnis euerer Bergführer Karriere?

So manche Abende auf den Hütten waren witzig… 🙂

Habt Ihr einen Lieblingsberg?

Abgesehen von den grandiosen Bergen in Österreich und natürlich dem Großglockner waren schon viele von uns in Patagonien. Wir hatten dort große Erfolge in der Cerro Torre und der Fiz Roy Gruppe.

Ist es eine Berufung oder doch noch ein Hobby?

Das ist die meist gestellte Frage bzw. Feststellung von Kunden: „Das muss ja der schönste Beruf der Welt sein! Denn du hast dein Hobby zum Beruf gemacht.“ Und ja, es ist der schönste Beruf der Welt, aber so wie jeder andere Beruf hat er Vor- und Nachteile!

Was ist für Euch das wichtigste was jeder Bergsteiger beachten sollte?

Respekt vor der Natur!

Was ratet Ihr euren Kunden vor einer Tour auf den Großglockner?

Der Großglockner ist im Gipfelbereich sehr exponiert. Deswegen sollte man sehr trittsicher und schwindelfrei sein, bzw. muss man an manchen Stellen ein wenig klettern. Wir empfehlen auch vor der Besteigung sich ein paar Tage Zeit zu nehmen, um sich für den Großglockner zu Akklimatisieren, da er ja schon fast 4.000m hoch ist.

Wir bedanken uns für die Zeit der Bergführer von Kals und wünschen Euch noch viele weitere tolle Momente in den Bergen. Und für alle, die noch ein wenig mehr speziell über den Großglockner wissen wollen, gibt es hier ein Interview mit Matthias Wurzer von den Bergführern aus Kals:

Übrigens, hier geht es zur Website der Kalser Bergführer
 
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Gela Allmann – Fragen an die Powerfrau https://www.alpinfux.de/szene/gela-allmann/ Thu, 25 Feb 2016 21:25:06 +0000 https://www.alpinfux.de/?p=1071 Fotocredits: Martin Erd.   Im Interview mit Gela Allmann Unter dem Motto „Fight, Smile, Love“ hat sich Gela Allmann zur Aufgabe gemacht, von Ihrem schrecklichen Unfall im April 2014 abzusehen und Ihre ganze Energie und Lebensfreude in Ihre sportlichen Vorlieben einzubringen. Wir haben uns gefragt, wer ist Gela Allmann? Was steckt hinter der Bergläuferin, Bergsteigerin, [...]

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Fotocredits: Martin Erd.
 

Im Interview mit Gela Allmann

Unter dem Motto „Fight, Smile, Love“ hat sich Gela Allmann zur Aufgabe gemacht, von Ihrem schrecklichen Unfall im April 2014 abzusehen und Ihre ganze Energie und Lebensfreude in Ihre sportlichen Vorlieben einzubringen. Wir haben uns gefragt, wer ist Gela Allmann? Was steckt hinter der Bergläuferin, Bergsteigerin, Skitouren Gängerin, Moderatorin und dem Model? Eins ist sicher, Sie hat viele Facetten und steckt in jede davon viel Energie. Wir hatten die Freude, dass Gela sich kurz Zeit für einige Fragen genommen hat. Doch lest selbst …

Wie kommt man auf die Idee Extremsportlerin zu werden?

Als Extremsportlerin würde ich mich selbst nicht bezeichnen. Ich gehe einfach nur meiner Leidenschaft nach, vereine das Bergerlebnis im Sommer und Winter mit dem Ausdauersport. Man sucht sich das nicht bewusst aus, es entwickelt sich einfach: Zeitlicher Umfang und Strecken steigern sich automatisch, wenn man Spaß dabei hat. Man wächst da hinein.

Was war der höchste Gipfel auf dem du schon gestanden bist?

Das war wohl der Piz Palü – allerdings bin ich da für ein Shooting mit dem Heli nach oben geflogen worden. Der höchste selbst erklommene war die Wildspitze. Ich bin nicht diejenige die hohe Gipfel sammelt oder für ein tolles Bergerlebnis wahnsinnig hoch hinaus muss. Es warten alleine bei mir vor der Haustüre in den Bayerischen Voralpen so viele geniale Bergabenteuer auf uns.

Hast du einen Lieblingsberg, auf dem du am liebsten gehst?

Das ist wohl die Region um den Spitzingsee in Bayern – einfach weil es mein “daheim” ist.

Welches Gefühl verbindest du mit den Bergen?

Grenzenlose Freiheit, tief Durchatmen, Abschalten vom Alltagsstress, Auspowern alleine oder mit Freunden, Glücklich sein im Hier und Jetzt, den Moment genießen.

Warst du schon von klein auf mit den Bergen verbunden?

Ich bin mit 4 Jahren das erste Mal auf Skiern gestanden und war mit meiner Familie auch schon immer viel in den Bergen unterwegs. Da ich aber in Markt Indersdorf im Nordwesten von München, 1,5 Autostunden von den bayerischen Voralpen entfernt aufgewachsen bin, hat sich die Häufigkeit in Grenzen gehalten. An den Wochenende, oder im Urlaub warne wir aber immer irgendwo draußen unterwegs. Mit dem aktiven Leistungssport, also Wettkämpfen im Berglaufen/Skibergsteigen habe ich aber erst im Alter von 26 Jahren angefangen.

Wie sehen die Ziele für deine Zukunft aus?

Ich möchte weiter an meiner Gesundheit arbeiten, gehe nach wie vor 3 Mal die Woche zur Reha und zur Physiotherapie. Stabi- und Krafttraining sind für mich unglaublich wichtig, um meine Schwachstellen etwas auszugleichen. Und ich möchte Ende März beim Sellaronda Skimarathon starten. Nicht um irgendwie vorne mitzulaufen, sondern um einfach noch einmal dabei zu sein, bei einem so renommierten Skitourenrennen, das ist seit dem Unfall ein großer Traum von mir. Mal sehen, ob mein Knie dann tatsächlich mitspielt.

Wir sagen herzlichen Dank liebe Gela Allmann! Wir wünschen Dir für deine Karriere alles Gute und hoffen, du bleibst weiterhin so erfreut an deinen Tätigkeiten und Erfolgen!

By the way: Hier geht’s zur Website von Gela Allmann
 

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